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Postkarte aus
den 20ern |
Erbaut
zwischen 1910 und 1913, war das Woolworth Building mit seinen
241 Metern Höhe und seiner kathedralenähnlichen Erscheinung die
Krönung des Eklektizismus. Ein Geistlicher nannte das Gebäude
gar "Kathedrale des Kommerzes". Ein Titel den Woolworth in einer
1917 erscheinenden Broschüre über das Gebäude übernahm.
Möglich wurde der Bau erst durch die Entwicklung des
verstärkten Fundamentbaus. Bei
Erdbewegungen verhindert diese Technologie eine zu starke
Seitenlage des Gebäudes. Somit wird eine Verschiebung des
Schwerpunktes des Hauses verhindert. Beim Woolworth Building
wurde diese Technologie erstmals konsequent umgesetzt.
Das Gebäude wird von Betonpfeilern
gestützt, die sich unter die Straße bis hinunter zum
Felsuntergrund erstrecken. Um die Pfeiler errichten zu können,
arbeiteten die Bauarbeiter in einem unterirdischen Raum, wo
durch hohen Luftdruck das Wasser aus den Kammern ferngehalten
wurde. Damit war erst ein Arbeiten unter dem Wasserspiegel
möglich.
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Die gotische Spitze |
Cass Gilbert, der Architekt des Gebäudes, gab dem ersten
Wolkenkratzer eine gotische Spitze mit stilgerechten Zinnen und
Wasserspeiern. Der 241 Meter hohe Turm hat einen 29 Stockwerke
hohen U-förmigen Unterbau, der an der vorderen Seite bündig mit
dem Turm abschließt.
Die Baukosten in Höhe von 13,5 Millionen Dollar wurden
bar bezahlt. Bis zum Bankrot Ende der 90er war das
Gebäude im Besitz und der Hauptsitz der Kaufhauskette Woolworth,
deren Firmengründer Frank W. Woolworth das Gebäude erbauen ließ.
Im Inneren des Gebäudes wurde hauptsächlich mit Marmor
gearbeitet, die Wände sind mit Reliefs und Malerein verziert.
Die dreistöckige Eingangshalle mit ihrer in Blau, Gold und Grün
gehaltenen Mosaikdecke ist ein Schmuckstück.